Menschen im Blick Fotografien von Heinz Leitermann

Heinz Leitermann
Foto © Norbert Meißner

 

Menschen im Blick

Der Fotograf Heinz Leitermann (1931 – 2016) hat ein ca. 10.000 Fotografien umfassendes Werk hinterlassen. Die Fotografien zeugen vom Schaffen Leitermanns als Journalist und Künstler. Er arbeitete ab dem Anfang der 50er Jahre u. a. als Polizeifotograf und dann über 20 Jahre u.a. für den Hessischen Rundfunk, die ARD, die kritische US-amerikanische Militärzeitung Overseas Weekly und die Agentur United Press International.


Leitermanns Fotografien dokumentieren das Geschehen in Deutschland und der Welt jener Jahre: Die Nachkriegszeit, die Wohnungsnot, das gesellschaftliche Leben, junge Menschen auf Motorrollern und in Milchbars.

Später berichtete Heinz Leitermann als erster westlicher Fotograf hinter den Linien ausführlich über den Algerienkrieg. Er fotografierte in Vietnam, in Russland und während der Olympischen Spiele in Mexiko. Auch zahlreiche Prominente wie Elvis Presley, Josephine Baker, Willy Brandt, Sammy Davies Jr. oder J.F. Kennedy portraitierte er.

Immer wieder fotografierte Heinz Leitermann den Fremden. Die Orte, die Räume, die Anlässe sind unterschiedlich. Auf seinen Bildern finden wir die GIs, die bis weit in die Nachkriegszeit das Leben in Frankfurt und anderen Städten Deutschlands prägten, das fahrende Volk, das sich in den Randbezirken der Städte angesiedelt hatte, und immer wieder die Bewohner entfernter
Weltgegenden, sei es nun Algerien, Mexiko oder Nordamerika.

Heinz Leitermann geht mit seiner Kamera ganz nah an diese Menschen heran. Er fotografiert sie bei ihren alltäglichen und besonderen Tätigkeiten oder in ihrer Begegnung mit ihm. Seine Bilder fokussieren dabei nicht die Andersheit, sondern das grundsätzlich Verbindende, den allen gemeinsamen Nenner, die Menschlichkeit.

Herausgeber: Norbert Meißner / Friedhelm Schillo / Martin W. Schnell / Leonhard Föcher

Preis 18,90 €

Erscheinungsdatum Sommer 2020

ISBN: 978-3-9821256-2-6

„Wir reißen die Erde zu uns herauf“

Eine Analyse von Reportagen der 1920er Jahre.

„Wir reißen die Erde zu uns herauf“

Reportagen der 20er. Eine Analyse.

Harald Landgraf, Autor und Journalist aus Gladbeck, bekannt unter anderem durch seinen Roman „Rogalla Tunes“ (2008) und das Geschichtsbuch „Du, mein Gladbeck“ (2015) legt zum 100. Stadtjubiläum eine kritische Auswertung von 30 Reportagetexten vor, die in den 20er Jahren in der „Gladbecker Zeitung und Kirchhellener Zeitung“ erschienen sind. Landgraf tritt als ein Textwissenschaftler auf und präsentiert dabei eine Mentalitätsgeschichte.

Titel: „Wir reißen die Erde zu uns herauf“ Reportagen der 20er. Eine Analyse.

Autor: Harald Landgraf

Erst-Erscheinungsdatum: Nov. 2019

ISBN: 9783982125602

Verkaufspreis: 14,90 Euro

 

Effizienz: Erzählungen von Menschen und Wesen

Nelly Beck

Eine Frau, die ihre Seele bei der Entjungferung verliert, ein Mann, der seine Katze mit einem Tennisball verwechselt, ein anderer, der beim Zigarettenholen eine merkwürdige Begegnung hat: In ihren phantastischen Erzählungen malt Nelly Beck die Welt in verstörenden Bildern. So begibt sich in der Titelgeschichte die Heldin auf die Suche nach ihrer Seele, die seit ihrer Entjungferung immer wieder ihren Körper verlässt. Hinter der Maske des Grotesken entsteht ein Bild der Wirklichkeit der 1970ger und 1980ger Jahre. Am Ende bricht sie zu neuen Ufern auf. In der Erzählung „Katzentennis“ verwechselt ein Mann seine Katze mit einem Tennisball. Es ist die Geschichte einer Verunsicherung, eines Einbruchs in die heile Welt der Vororte, die schließlich zum Wahnsinn führt. Auch die Erzählung „Als ich einmal Zigaretten holte“ spielt dort. Ein Mann entscheidet sich in einer Auseinandersetzung mit seinem vergangenem und zukünftigen Ich für sein bisheriges „langweiliges“ Leben, aber er muss erfahren, dass er nicht der „Entscheider“ ist. In „Mann, Rose, Ratte“ verwandelt sich ein Mann auf der Flucht vor Kontrolleuren im Bus in eine Rose. Die abenteuerliche Odyssee, die daraufhin folgt, bringt ihn an die Grenzen seiner Kraft.

Die Themen in Nelly Becks Geschichten sind die Beziehungen zwischen den Menschen vor der Unausweichlichkeit der Welt. Mit einem ironischen Augenzwinkern schafft sie es in einer Collage aus unterschiedlicher Stimmen, eine Spannung aufzubauen, die bis zum letzten Wort hält. Wer kurzweiligen Tiefsinn mag, der mit einer Prise Ironie gewürzt ist, sollte dieses Buch unbedingt lesen.

Taschenbuch
EUR 10,59
ISBN-13: 978-1983399466
Juli 2018 Gladbeck

Auch als E-Book erhältlich

„Lebensgeschichte ist Stadtgeschichte“

Eine Anthologie mit Texten Gladbecker BürgerInnen

„Lebensgeschichte ist Stadtgeschichte“

Zum 100- jährigen Jubiläum der Stadt Gladbeck haben Prof. Dr. Martin W. Schnell und Leonhard Föcher Geschichten von Gladbeckern Bürgern und Bürgerinnen gesammelt. Ganz im Sinne Elias Canettis („Lebensgeschichte ist Stadtgeschichte“) zeigen die einzelnen Episoden vielfältige und vor allem persönlich – biographische Aspekte der Ruhrgebietsstadt.

Titel: Lebensgeschichte ist Stadtgeschichte.100 Jahre Gladbeck

Herausgeber: Leonhard Föcher; Martin W. Schnell

Erst-Erscheinungsdatum: Okt/Nov. 2019

ISBN: 978-3-9821256-1-9

Verkaufspreis: 18,90 Euro

Der Verlag im Ruhrgebiet

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